| Keine Angst vor IT-Kennzahlen |
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Von Egon Körner* „Kennzahlen“, „Kennzahlensysteme“ oder „Key Performance Indicators“: In Fachartikeln oder in der IT-Literatur stößt man immer wieder auf diese Begriffe. In die Fantasie schleichen sich Bilder von bedeutsamen Zahlen oder komplexen Tabellenwerken ein, die scheinbar große Macht über das strategische oder operative Umfeld des Unternehmens innehaben. Aber Kennzahlen sind kein „Hexenwerk“, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen. Kennzahlen sind Alltag Eigentlich ist uns der Umgang mit Kennzahlen gar nicht so fremd. Wir blicken beim Autofahren auf den Tacho, um zu wissen, wie schnell wir fahren oder wie weit wir schon gefahren sind. Wir verfolgen täglich im Fernsehen den Wetterbericht, der uns mitteilt, wie warm es heute war, wie viel es geregnet hat, und wie es morgen sein wird. Wir kommen - wenn wir darüber nachdenken - auf gar nicht so wenige Kennzahlen, denen wir Tag für Tag begegnen. Zeitungen, Radio und Fernsehen stecken voll davon: DAX, Fußballergebnisse, Arbeitslosenquote, Besucherzahlen von Veranstaltungen, Anzahl von Unglücksopfern, Staulängen, usw. … usw. Was tun wir mit Kennzahlen?
Kennzahlen dienen dazu, den eigenen Standort zu bestimmen, zu messen oder zu schätzen, um eine quantitative oder qualitative Größe zu ermitteln.
Den erhaltenen Wert können wir vergleichen: Wie liegt der Wert im Vergleich zum Vorjahr, wie im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche?
Und dann können wir Maßnahmen einleiten: Wir können z.B. investieren oder Kosten einsparen, unsere Ressourcenauslastung verbessern oder Teilbereiche outsourcen. Kennzahlen schaffen Transparenz und helfen uns, damit wir uns in unserer Umwelt zurecht finden bzw. sie besser beherrschen. Mit Kennzahlen vermindern wir Komplexität.
Abbildung 1 - Kennzahlensystem Als ein in der Praxis bewährtes Steuerungsinstrument in Rückkopplung zum verfolgten Zweck bietet sich z.B. die Balanced Scorecard an. Die Balanced Scorecard ist eine ganzheitlich orientierte, ziel- und kennzahlenbasierte Managementmethode. Sie wird in mehr und mehr Unternehmen eingesetzt. Die Vision und Strategie eines Unternehmens werden auf Ziele in meist vier Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Potenziale) abgebildet. Jedem Ziel werden Vorgaben, Kennzahlen und Maßnahmen zugeordnet. Mit der Erweiterung der Perspektiven über die finanziellen Kennzahlen hinaus wird die einseitige Ausrichtung auf nur diese eine Dimension verhindert.
Abbildung 2 - Balanced Scorecard Für den Bereich IT wird man in einem modernen Umfeld die Balanced Scorecard mit den dedizierten Zielen einer IT Governance „beleben“. Im Sinne der ausbalancierten Unternehmenssteuerung ist natürlich hierbei darauf zu achten, dass die vier verschiedenen Perspektiven der Balanced Scorecard auch tatsächlich gleichberechtigt berücksichtigt werden.
Da IT in immer größerem Umfang zur Wertschöpfung von Unternehmen beiträgt, da sie sich von rein administrativer Unterstützung der Geschäftsprozesse wegbewegt und immer stärker in Produktions- und Lieferketten eingebunden ist, ist sie in zunehmendem Maße gefordert, sich an den Gesamtunternehmenszielen zu orientieren und messen zu lassen.
Die IT wird an den Unternehmenszielen und -prozessen ausgerichtet. Sie unterstützt das Unternehmen bei der Erreichung der Geschäftsziele.
IT-Ressourcen werden verantwortungsvoll und nachhaltig eingesetzt.
IT-Risiken müssen rechtzeitig erkannt, beurteilt und gemanagt werden. Ausreichende und vernünftig zu begründende Compliance ist herzustellen.
Die Leistungsfähigkeit der IT-Prozesse und -Services sollte gemessen werden und sich auch an anderen messen lassen (Benchmarking).
Der Wertbeitrag der IT an der Wertschöpfung oder am Unternehmenserfolg sollte bewertet werden.
Typische IT-Kennzahlen Nachfolgend werden beispielhaft typische, in Unternehmen gebräuchliche IT-Kennzahlen den vier Perspektiven der Balanced Scorecard zugeordnet:
Prozesse
Potenziale
Kunden
A’PARI Consulting unterstützt Sie bei der Entwicklung und Einführung eines Kennzahlensystems. Aus Unternehmensvision und –strategie - heruntergebrochen auf die IT - entwerfen wir z.B. mit Ihnen gemeinsam die geeigneten Kennzahlen für jede der Balanced-Scorecard-Perspektiven. Aus den Abweichungen zu den Vorgabewerten, bewertet vor dem Hintergrund der IT-Gesamtstrategie, definieren wir mit Ihnen die erforderlichen Maßnahmen und deren Priorisierung. So erhalten Sie ein pragmatisches und auf das Wesentliche fokussierte Kennzahlensystem.
Abbildung 3 – Vorgehensweise A’PARI Consulting Wir helfen Ihnen, die nötige Vergleichbarkeit für Benchmarking-Betrachtungen herzustellen, denn man kann nur Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen vergleichen. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn zu entscheiden ist, welche Kosten in einen Vergleichswert hineinzurechnen sind oder auch nicht (z.B. bei Projektkosten), oder wenn sich zu vergleichende Werte aus der Kostenartenrechnung des Unternehmens ableiten (Machen andere Unternehmen das auch so?). Wir besitzen langjährige Erfahrung und verfügen über Vergleichswerte bezogen auf allgemeine, Anwendungs- und Infrastrukturkennzahlen. Aus den Erfahrungen von A’PARI Consulting lassen sich folgende Tipps für die Umsetzung festhalten:
* Egon Körner ist Management Berater der A’PARI Consulting GmbH mit den Schwerpunkten IT-Infrastruktur, IT Service Management, Netze und Telekommunikation. Weitere Informationen: Rainer Hoppe A’PARI Consulting GmbH |




